Rehkidz | Links, 8.10. 2014

52 Colorized Historical Photos That Give Us A New Look At the Past 〉Distractify
Schon stark, wie nah uns die Geschichte durch ein bisschen Farbe wird.

Endstation – Kollaps im Nahverkehr 〉WDR Fernsehen (die story)
Zuweilen hat man das Gefühl, dass einem Infrastruktur hierzulande unter dem Hintern wegfault. Wo man auch hinschaut: Überall leere Kassen und zugleich gewaltige Investitionsstaus. Besonders übel sieht es im Ruhrgebiet aus. Während im Osten blühende Landschaften entstehen (sollen), geht hier bald nichts mehr: Die Verkehrsinfrastruktur steht kurz vor dem Kollaps. Und alle – so scheint es – schauen achselzuckend zu.

Nah am Abgrund 〉Süddeutsche
„Homeland“ is back, zumindest in den USA. Eigentlich war die Serie mit dem Tod von Nicolas Brody für mich auserzählt. Doch es scheint so, als sei er noch nicht ganz aus der Serie verschwunden.

Jürgen Schmieder:
Verwirrend erscheint dabei nur, dass sich Gansa dann doch nicht komplett von Brody lossagen kann. Damian Lewis wurde kürzlich am Set in Südafrika gesichtet, was sogleich für Gerüchte sorgte: Wird es Rückblenden geben und damit die Auflösung, was für ein Mensch dieser Brody wirklich war? Oder ist er womöglich gar nicht tot? Wie auch immer, die Figur ist immer noch präsent, was nicht unbedingt ein gutes Zeichen sein muss.“

Bleibt nur zu hoffen, dass hier nicht der alte „Dallas“-Serienkniff („Haha, war alles nur ein Traum“) angewendet worden ist.

Juwelen vor dem Feuersturm 〉SPON
Wie oft habe ich mir schon gewünscht, einmal durch die Städte laufen zu können, wie sie vor dem WWII ausgesehen haben. Wie lebendig müssen noch manche Viertel beispielsweise in Berlin gewesen sein, mit einer Gassenstruktur, die noch bis ins tiefste Mittelalter zurückreichte. Im Auftrag der Nazis wurden sogenannte Schrägluftaufnahmen aus niedriger Höhe gemacht, um die Städte irgendwann möglichst original wieder aufbauen zu können. Hat natürlich niemand gemacht. Die Fotos lagerten viele Jahrzehnte unbeachtet auf einem Dachboden im Harz. Vielleicht werden uns ja die nachfolgenden Generationen dankbar sein, dass wir mit den Google-Autos jeden Winkel fotografiert haben. Nur in Deutschland wird es auffallend viele Lücken geben.

The Simpsons‘ Springfield Illustrated as a Deadbeat Town boredpanda
Großartig, der Kwik-E-Mart mit dem Atomkraftwerk im Hintergrund.

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Über TV-Serien

 

Walter White (by Andrés Piombo)

Walter White (by Andrés Piombo)

Jesse Pinkmann (by Andrés Piombo)

Jesse Pinkmann (by Andrés Piombo)

Gus Fringe (by Andrés Piombo)

Gus Fringe (by Andrés Piombo)

Hector Salamanca (by Andrés Piombo)

Hector Salamanca (by Andrés Piombo)

 

 

 

 

US-amerikanische Serien stehen zurzeit hoch im Kurs. Alle Welt schwärmt von „Homeland“, „Boardwalk Empire“ oder „The Big C“. Zu Recht, denn im Gegensatz zur oftmals recht mageren deutschen Serienkost findet der anspruchsvollere Zuschauer in diesen Serien großartige Plots, vielschichtige und oftmals widersprüchliche Charaktere, und vor allem technische Umsetzung auf Kinoniveau.

Neben den USA machen auch die Briten mehr und mehr von sich reden: „Downton Abbey“ ist eine hinreißende britische Kostümdramaserie, die jetzt schon in die dritte Staffel geht. Davon kann man ebenso wenig genug bekommen, wie von der fantastisch inszenierten Wiederauflage des Sherlock-Holmes-Mythos durch die BBC mit dem grandiosen Benedict Cumberbatch als Holmes und „Hobbit“ Martin Freeman als Watson.

Das großartige angelsächsische Serienangebot wurde jüngst nochmals ergänzt durch „House of Cards“, das in den USA auf dem Streamingdienst „Netflix“ zu sehen war. Bis zu 100 Millionen soll Netflix investiert haben, um HoC zu produzieren. Kein Geringerer als der zutiefst beeindruckende Kevin Spacey ist in der Hauptrolle des intriganten Kongressabgeordneten Frank Underwood zu sehen. Ab 1. Februar 2013 konnte man alle 13 Episoden der ersten Staffel gleichzeitig bei Netflix laden. Fast zeitgleich konnte der geneigte deutsche Sky-Kunde die Folgen voll synchronisiert anschauen. Eine weitere Eigenproduktion von Netflix ist „Lilyhammer“, eine ziemlich abgedrehte Serie um einen amerikanischen Ex-Mafioso, der im Rahmen des amerikanischen  Zeugenschutzprogramms nach Lillehammer auswandert, weil er das nach eigenen Aussagen von den Olympischen Spielen 1994 kennt und irgendwie mag. Doch der ehemalige New Yorker Gangster (herrlich gespielt von Steven van Zandt, dem Gitarristen aus Bruce Springsteens „E-Street-Band“) wird natürlich kein braver norwegischer Immigrant, sondern legt sich ziemlich schnell mit manch schrägem Einheimischen an.  Jim Jarmusch lässt grüßen. Und die Sopranos auch.

Ja, und dann warten natürlich alle Serienjunkies auf das große Finale: Was wird aus Walter White? Wird sein Schwager Hank ihn doch noch kriegen? Und was wird aus Jesse, Skyler, Marie und Saul Goodman? Die vielleicht beste Serie aller Zeiten – „Breaking Bad“ – geht im Sommer in ihre letzte und entscheidende Halbstaffel. Und bis dahin wird man mit allerlei halbgaren Spekulationen über das Serienende gefoltert, mit Berichten vom Set oder mit Tweets von Jesse Pinkman-Darsteller Aaron Paul:

 

Oder man vertreibt sich die Zeit mit hübschen Grafik-Design-Projekten wie der Argentinier Andrés Piombo, der ein paar Charaktere aus Breaking Bad in Szene gesetzt hat. Mein Favorit ist dabei ganz klar Hector Salamanca, den ich ohnehin für die atemberaubendste Figur aus BB halte. Und der mir gezeigt hat, welche inszenatorische Kraft ein harmlose Klingel am Rollstuhl eines Psychopathen entfalten kann. Ding!