Pummelig in Goslar und Spaß dabei

Der ziemlich durchgeknallte August der Starke wollte den pfälzischen Kurfürsten mal übertrumpfen und ließ auf der Festung Königsstein in Sachsen ein riesiges Weinfass bauen. Da passten 238.000 Liter Wein rein. Wie ich den August kenne, hat der so ein Fässchen an zwei langen Wochenenden mit ein paar Kumpels leergezischt. Denn eigentlich war er ja nicht August der Starke, sondern August der Fette. Aber damals war Dicksein ja noch prima und ein Ausweis von besonderer Kernigkeit. Heute rennen alle wie blöde um den Block und schwitzen sich die drei Gummibärchen wieder aus, mit denen sie gestern über die Stränge schlugen.

Selbst Angela Merkel macht in ihrer Freizeit Skilanglauf, um sich die Konferenz-Kekse der langen EU-Beratungsnächte wieder abzutrainieren. Nur Sigmar Gabriel steht eisern zu seinem Pummeltum, jedenfalls sah ich ihn noch nie bei sportlichen Betätigungen. Außer dem Tippen auf seinem Smartphone. Aber wahrscheinlich muss man drei Jahre auf seinem Smartphone rumtippen, um ein Gummibärchen abzutrainieren. Sigmar Gabriel fährt übrigens immer Mittwochs von Berlin nach Goslar, um seine Tochter vom Kindergarten abzuholen. Denn Finanzminister müssen auch gute Väter sein. Aber da nimmt er bestimmt auch nichts bei ab, denn er fährt ja nicht auf seinen Skiern da hin. Ich weiß gar nicht, ob Sigmar Gabriel überhaupt Skier hat. Sowas steht natürlich nicht in der Zeitung. Jedenfalls fände ich es besser, wenn Sigmar Gabriel in Goslar ein Riesenfass Wein bauen ließe, um – sagen wir mal – Kurt Beck eins auszuwischen. Und der würde dann den Nürburgring zur längsten Theke der Welt umbauen. Ach Mensch – Deutschland ist so langweilig geworden.