Püntenell

Die Liebste und ich verbringen ein paar Tage in Groningen. Wir haben per Airbnb eine hübsche kleine Wohnung auf dem Lande gemietet, wo uns Hühner, Perlhühner, Hund und Katze beim Frühstück zwischen den Beinen herumlaufen. … Weiterlesen

Wir Disziplinmaschinen

Nun geht es also langsam los. Wie „Heise“ berichtete, will die „Generali“-Versicherung ihren Versicherten mit besonders gesundem Lebensstil Rabatte einräumen. Die Versicherung spricht davon, ihre Versicherten „aktiv zu schützen“ und deren „Lebensqualität“ zu steigern. Um an … Weiterlesen

Erzieht andere Menschen! | Links, 14.9.2014

Ebola-Arzt: „Ich musste Todkranke wegschicken“ | Lifeline
„Andere Familien kamen mit ihren Autos, ließen die Kranken aussteigen und fuhren gleich wieder davon. Eine Mutter versuchte, ihr Baby auf einen Stuhl zu setzen und dann zu gehen, in der Hoffnung, dass wir uns dann um ihr Kind kümmern müssten.“

Kein Schwein bei uns interessiert sich für diese Tragödie. Ist ja nur Afrika.

Blacky: Der letzte deutsche Fernsehaltmeister | FAZ
„Nerven bewahrte er 1972 als Münchner Olympiastadion-Sprecher, der von den Veranstaltern mit einem Attentatsgerücht konfrontiert und dann damit alleingelassen wurde: Ein Flugzeug, hieß es, steuere auf die Spielstätte zu. Man überließ es Fuchsberger, mit einer entsprechenden Durchsage für sofortige Evakuierung oder eben eine Massenpanik zu sorgen. Er sagte nichts, und nichts passierte.“

Die Geschichte kannte ich noch nicht.  Doch Fuchsberger ist mir immer fremd geblieben. Als Kind schlug mein Herz für den Showmaster Rudi Carell. Der war witzig und hatte Selbstironie.

Zeppelin University ohne Präsident: So vereinbart? | FAZ
Der blitzgescheite Jansen hat das Weite gesucht. Einen wie ihn wird sich die ZeppelinUni jetzt wohl backen müssen. Und das alles nur wegen ein paar lausiger Kröten? Wohl kaum.

Germany’s digital future | Economist
„It is understandable that a society scarred by state surveillance under the Nazis and the Stasi should be particularly wary, but it should also accept that consumers hand over their data freely and get something back. And Germany’s digital phobia is driven not just by cultural memory, but also by firms that want the state to protect their business models and keep competitors out.“

Angelsächsische Analysen unserer Datenphobie sind meist viel hellsichtiger als unsere eigenen.

Freuen wir uns doch über den radikalen Wandel! | WELT
„Ich schreibe seit Jahren an jede Wand, dass wir die Vorstellungen vom Menschen ändern müssen, die sich in unseren Kopfnoten ausdrücken. Nehmen wir andere „Kopfnoten“! Originalität, Humor, Initiative, die auf andere ausstrahlt, konstruktiver freudiger Wille, Gemeinschaftssinn, gewinnende Erscheinung, Vorfreude auf die Zukunft, positive Haltung zur Vielfalt des Lebens und eine liebende Grundhaltung gegenüber Menschen und Kulturen. Erzieht andere Menschen!“

Gunter Dueck bringt es mit einfachen Worten auf den Punkt: Wir müssen uns überlegen, welches Menschenbild für unsere Gesellschaft eigentlich prägend sein soll.

Constanze Kurz, 1. November 2013, Frankfurter Allgemeine Zeitung:
„Es ist ein Eindringen in die elektronischen Gehirne der Menschen, in ihr virtuelles Zuhause, bei dem sich die Spione nach Belieben umschauen können und bleiben, solange sie wollen. Die Regeln machen sie selbst, niemand schaut ihnen über die Schulter, Souveränitätsrechte fremder Staaten interessieren nicht, schon gar nicht die Privatsphäre der Opfer. Wen das nicht an marodierende Banden oder mafiöse Strukturen erinnert, der sollte sich die Deklaration der Menschenrechte noch mal zur Hand nehmen und über rechtsstaatliche Selbstverständlichkeiten sinnieren.“

 

Stirb langsam in der Vorlesung


Da sage noch einer, Wissenschaftskommunikation sei langweilig. So werben der Hochschuldozent Klaus Diepold und seine beiden Assis Rothbucher und Keimel für die Vorlesung „Digitales Video“ an der TU München. Ein Vorlesungs-Trailer im „Die Hard“-Stil ist vielleicht nicht jedermann Sache, mir gibt es jedenfalls die Hoffnung, dass manch verwissenschaftliches Schnarchtum an den Unis hie und da langsam aufgebrochen wird. Zugegeben: Das ist im Medienbereich ungleich einfacher als beispielsweise in der Katholischen Theologie – obwohl: wenn ich mir so überlege, was Christoph Waltz da unlängst mit „DJesus Uncrossed“ vorgelegt hat, ist da für sicherlich auch noch Spielraum…