Püntenell

Die Liebste und ich verbringen ein paar Tage in Groningen. Wir haben per Airbnb eine hübsche kleine Wohnung auf dem Lande gemietet, wo uns Hühner, Perlhühner, Hund und Katze beim Frühstück zwischen den Beinen herumlaufen. … Weiterlesen

8. März 2016

"Mein Baum für Essen"

Ein kalter, nebliger Wintertag an der Ruhr. Aber am Nachmittag kam dann doch noch die Sonne raus. Grund genug, noch schnell für ein halbes Stündchen in den Park zu laufen, Angus & Julia Stone zu lauschen und ein paar Liter schöne, kalte Luft zu tanken.

Von großen Geistern verlassen

RWE-Pavillion der Philharmonie Essen.

RWE-Pavillion der Philharmonie Essen (März 2016).

 

So sah heute Mittag der Platz vor dem RWE-Pavillon an der Essener Philharmonie aus. Bis vor kurzem standen hier noch drei großartige Skulpturen, nämlich die „Ganz großen Geister“ des Künstlers Thomas Schütte. Die standen hier über zehn Jahre lang, bis ihrem Besitzer, dem Sammler Thomas Olbricht, plötzlich einfiel, dass den Figuren durch Vandalismus oder Metalldiebe Ungemach drohen könnte. Und so wurden die überdimensionalen Figuren kurzerhand von einer Spezialfirma abgebaut und in Sicherheit gebracht. Dass einer der Figuren bei der Aktion der Kopf abgerissen wurde, gab zwar Anlass zur Schadenfreude, war aber nur ein schwacher Trost für alle Kritiker. Essen hat nun eine Kunst-Attraktion weniger. Aber bis auf ein paar Zeitungsartikel scheint sich so recht niemand darüber aufregen zu wollen. Die Essener zucken die Schultern und gehen ihrer Wege. Ich trauere den Figuren bei jedem Mittagsspaziergang nach und bin froh, die Großen Geister im vergangenen Dezember noch fotografiert zu haben. Da sah der Platz vor dem Pavillon noch so aus:

Thomas Schüttes "Ganz große Geister" vor dem RWE-Pavillion der Essener Philharmonie.

Thomas Schüttes „Ganz große Geister“ vor dem RWE-Pavillon der Essener Philharmonie. (am 10.12. 2015)

 

Hamburg

Café Gnosa, St. Georg - Hamburg

Café Gnosa, St. Georg – Hamburg

Hamburg, Du Schöne, Du Kalte! Ein paar Tage nur wollten die Liebste und ich durch Hamburg wandeln, vielleicht ein paar erste schöne Frühlingstage genießen. Und dann bekamen wir nur arktische Kälte. Nun gut, da musste sich die neue Fuji X-E1 direkt mal bei Temperaturen nahe Null beweisen, was dann auch ohne Probleme gelang.

Portimão

 

Und kommst Du dann nach Portimão, dann merkst Du, dass es dem Land nicht gut geht. Jeder zweite Laden steht leer, auf den sonnendurchfluteten Straßen Alte, Versehrte, Verwirrte. Obwohl die Stadt als touristisches Zentrum an der Algarve gilt, wirkt sie ausgebrannt und kraftlos. Weißbeschürzte Kellner auf den Straßen, verzweifelt auf der Suche nach Gästen, fächeln sich mit Speisekarten Luft zu. Am Hafen dümpeln ein paar Alibi-Jachten vor sich hin, alte Männer unterhalten sich leise beim Galão und blicken müde den properen Touristen-Familien aus dem Norden nach, die sich ihrerseits mühen, den gebrochenen Charme in diesen Straßen irgendwie anziehend zu finden. Und so wandern sie dann noch einige Zeit irritiert durch die halbtote Stadt, bevor sie wieder erholt zurückkehren in ihre Triple-A-Länder.